Poznanski, Ursula

Fünf

rowohlt Wunderlich

384 S., TB

9,99 €



Ein Spiel mit Namen Tod. Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...


Erst mal: Ich hatte an dieses Buch extrem hohe Erwartungen. Das lag daran, dass es zum einen von Ursula Poznanski stammt. Zum anderen, dass ich alle ihre Jugendbücher gelesen habe, welche mich ausnahmslos begeistern konnten. Und, dass das Thema in diesem Buch das Geocachen ist, und ich selbst Geocacher bin (s. "Über mich").

Dass die Autorin selbst Geocacherin ist, merkt man, weil sie sich sehr gut ins Thema eingearbeitet hat und es auch erklären konnte, für Leser, die es bisher nicht kannten.

Das Problem: Geocaching mit einem Krimi zu verbinden ist gewagt - und wenn man sich selbst im Geocaching-Metier auskennt, dann weiß man, was da möglich ist, und was nicht, wenn ihr versteht, was ich meine. :D

Und ich kann sagen - klasse recherchiert, super abgewägt und zu einem perfekten Ergebnis gekommen.


Die Geschichte ist sehr spannend, da der Täter immer wieder neue Stages auslegt und die Polizei an der Nase herumführt.

Es tauchen immer wieder neue Dinge auf, die ermittelt, überprüft und kombiniert werden wollen - somit bleibt die Ermittlungsarbeit auch vielfältig und recht spannend.

Das Ende ist wieder ein typsiches Poznanski-Ende. Es kommt eine Wende ins Spiel, mit der man nicht gerechnet hat.

Zwar habe ich während des Lesens an einer Stelle gedacht, ich hätte den Täter (den ich auch hatte, wie es sich am Ende herausstellte), aber ich habe immer wieder neu überlegen müssen und mich nicht festlegen können.


Die Charaktere, allen voran Bea Kaspary, haben einen sehr gut ausgesucht Charakter. Gerade Kaspary hat eine Tiefe, man bekommt ihr Privatleben, ihr Probleme, etc. mit, sodass man sich in sich hinein versetzen kann.


Der Schreibstil ist angenehm wie immer. Nur ungewöhnlich waren Kapitel und Kapitellänge, denn beides gab es nicht so richtig. Es gab viel mehr Abschnitte, die mit Koordinaten neu eingeleitet wurden und an sonsten Absätze, was ich etwas merkwürdig fand.


Fazit: Ein in allen Belangen überzeugender Thriller, der mich von Anfang an fesseln konnte.





10 von 10 Punkte




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