Poznanski, Ursula

Layers

Loewe Verlag

448 S., broschiert

14,95 €


Layers – die Wahrheit ist vielschichtig. Seit Dorian von zu Hause abgehauen ist, schlägt er sich auf der Straße durch – und das eigentlich recht gut. Als er jedoch eines Morgens neben einem toten Obdachlosen aufwacht, der offensichtlich ermordet wurde, gerät Dorian in Panik, weil er sich an nichts erinnert: Hat er selbst etwas mit der Tat zu tun? In dieser Situation bietet ihm ein Fremder unverhofft Hilfe an und Dorian ergreift die Gelegenheit beim Schopf – denn das ist seine Chance, sich vor der Polizei zu verstecken. Der Unbekannte engagiert sich für Jugendliche in Not und bringt Dorian in eine Villa, wo er neue Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. Doch umsonst ist nichts im Leben, das erfährt Dorian recht schnell. Die Gegenleistung, die von ihm erwartet wird, besteht im Verteilen geheimnisvoller Werbegeschenke – sehr aufwendig versiegelt. Und als Dorian ein solches Geschenk nach einem unerwarteten Zwischenfall behält, wird er von diesem Zeitpunkt an gnadenlos gejagt.


Die Idee, die hinter "Layers" steckt, ist eine völlig neue. Die Handlung geht hinter dem Klappentext noch ganz viel weiter und wird im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtig. Die Umsetzung der Idee hat mir persönlich dann wieder einmal extrem gut gefallen. Alle Situationen wirkten überzeugend. Ich würde das Buch auf jeden Fall in das ScFi-Thriller-Gerne stellen, wobei die Handlung, so wie sie erzählt wird, sehr real rüberkommt und man an der ein oder anderen Stelle darüber grübelt: Was wäre, wenn das im Hier und Jetzt spielen würde?

Die Handlung in sich ist bis zum letzten Punkt schlüssig und logisch, Langeweile kommt beim Lesen mit Sicherheit nicht auf.

Zuerst dachte ich, hmmmm, am Anfang wird einiges über diese Villa berichtet, langsam kanns doch mal richtig losgehen. Allerdings war das so geschickt, dass man als Leser in die Vorgänge der Villa zwar - so dachte man - total eingestrickt wird, im Endeffekt - und das ist dann das, was man bei der Autorin immer hat - kommt dann etwas ganz anderes bei raus! Gerade der Schluss war dann eben für mich sehr überraschend, damit hätte ich nicht gerechnet. Und doch war er passend. Und das ist es doch, was einen guten Thriller ausmacht: Ein spannender, überraschender und doch schlüssiger Showdown.


Die Charaktere haben mir alle gut gefallen, entweder hat man sich als Leser mit der einen Person angefreundet oder man hat einen natürlichen Abstand zu einer anderen Person entwickelt. Die Charakterzüge, die Ursula Poznanski ihren Figuren gegeben hat, haben wunderbar zur Gesamtstory gepasst.

Gerade auch Emotionen und Gefühle, die zwischen zwei bestimmten Personen entstanden sind im Lauf der Story, wurden authentisch und nicht übertrieben oder kitschid dargestellt.


Der Schreibstil schließlich ist wie immer angenehm und gut zu lesen, auch die Kapitellänge passt.


Fazit: Ein wirklich wieder mal durchweg positives, spannendes Jugendbuch, das mich von der ersten Seite an gefesselt hat!





10 von 10 Punkte



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