Poznanski & Strobel

Anonym

Rowohlt Wunderlich

352 S., gebunden

19,95 €

 

 

Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du hasst deinen Chef? So sehr, dass du ihm den Tod wünscht? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche erfüllt...
Als der Hamburger Kriminalkommissar Daniel Buchholz zu einem Tatort auf einem verlassenen Fabriksgelände gerufen wird, findet er dort nicht nur eine entsetzlich zugerichtete Leiche, sondern trifft auch auf eine neue Kollegin: Nina Salomon.
Die beiden geraten sofort aneinander, denn der überkorrekte Buchholz zuckt schon beim Anblick eines ungebügelten Kragens zusammen - Salomon dagegen nimmt es mit Konventionen aller Art nicht so genau. Dafür verfügt sie über einen sicheren Instinkt und kommt sehr schnell einem Internetforum auf die Spur, das seinen Mitgliedern ein Spiel besonderer Art bietet: Sie dürfen Menschen, denen sie den Tod wünschen, auf eine Liste setzen, und die Forenuser stimmen dann über den "Gewinner" ab.
Der Tote auf dem Fabriksgelände war der erste, der gewählt wurde, und die nächste Spielrunde läuft bereits. Doch alle Versuche der Polizei, den Betreiber zu lokalisieren oder das Forum vom Netz zu nehmen, schlagen fehl, denn die Seite befindet sich im sogenannten Darknet, wo kaum Regeln gelten - bis auf eine: Anonymität...

 

Oh mein Gott! Welch grandiose Idee und welch gelungene Umsetzung! Wieder einmal erwartet den Leser Spannung ohne Ende in einer Handlung und Story der Extraklasse. Ich kann und will gar nichts mehr groß zum Inhalt sagen. Er ist einfach unglaublich gut (was der Klappentext oben schon zeigt), was aber auch an dem tollen Schreibstil der beiden Autoren liegt: Ursula Poznanski und Arno Strobel schreiben im Wechsel aus den Sichten der Ermittler Daniel Buchholz und Nina Salomon. Und was soll ich sagen? Logisch, dass es da zu Ungereimtheiten kommt. Vor allem, wenn beide Charaktere so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht. Und vielleicht gerade auch deswegen macht es einen solchen Spaß diesen Thriller zu lesen.

Nicht nur die Handlung und dessen Spannungsbogen ist mehr als gelungen, auch die Charaktererschaffung, die Kombination dieser mit der Story und der für beide Autoren typische Schreibstil - all das klappt wunderbar zusammen und erschafft einen wirklich extrem fesselnden Thriller, den man gelesen haben muss.

Ich wüsste nicht, was ich als negativ bezeichnen sollte und wo ich etwas abziehen sollte. Höchstens eine Sache: Ich habe zwischendurch tatsächlich mal geahnt, wer der Täter ist. Dennoch habe ich die Idee immer wieder verworfen und neu kombiniert. Und am Ende kommt dann doch etwas raus, was man vielleicht geahnt hat - aber dennoch in Kombination mit einer weitern bzw anderen Idee der Auflösung, bzw Begründung. Wirklich, wirklich gelungen!

 

Fazit: Wieder einmal ein absolut gelungener Thriller des Autoren-Duos Poznanski und Strobel. Lesen, L e s e n, LESEN!

 

10 von 10 Punkte

 

Vielen Dank an Rowohlt!

 

 

 

 

 

 

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