Prange, Peter

Unsere wunderbaren Jahre

Fischer Verlag

976 S., gebunden

22,99 €

 

 

Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden - vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung.

 

Eine tolle, berührende und gleichzeitig auch spannende Geschichte, die über eine lange Zeitspanne erzählt wird - und das ist auch eines der Dinge, die besonders und vor allem sehr gelungen waren. Gerade diese lange Zeitspanne macht diesen Roman zu dem, was er ist.

Durch den guten, interessanten und flüssig zu lesenden Schreibstil wurde diese Zeitspanne auch gut erzählt.
Sehr gelungen waren auch die beiden Sichten aus DDR und BRD - dies hat noch mehr Leben in die Handlung gebracht, und machte sie noch interessanter!

Auch die Protagonisten waren wirklich gut skizziert, waren authentisch und machten eine interessante und realistische Entwicklung durch.

Jedoch nicht so gelungen waren die erotischen Beschreibungen des Walter Böcker - auf das hätte man wirklich gut verzichten können und es hätte die Geschichte auch nicht anders beeinflusst.

Dagegen hat mir die Idee sehr gut gefallen, dass sich Peter Prange als Protagonist selbst in die Geschichte eingebracht hat. Eine sehr lustige und wirklich nette Idee.

 

Fazit: Eine tolle und interessante Geschichte, allerdings mit ein paar Längen, sodass man diesen Roman auch um ein paar Seiten straffen könnte.

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an Fischer für das Leseexemplar!

 

 

 

 

 

 

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