Pressler, Mirjam

Nathan und seine Kinder

Beltz & Gelberg

8,95 €

 

Zur Zeit der Kreuzzüge um 1192 rettet ein Tempelritter in Jerusamlem Recha, die Tochter von Nathan, einem weisen Kaufmann, vor einem Feuer. Sultan Saladin fragt Nathan anschließend die wichtigste Frage seines Lebens - welche der drei großen Religionen denn die einzig wahre sei. Nathan antwortet mit der weltberühmten Ringparabel. Ob diese Sultan Saladin zufrieden stellen wird?

 

Zu erst einmal: Positiv fande ich, dass die Autorin es geschafft hat dem alten Stoff neues Leben einzuhauchen. Obwohl das Thema nicht wirklich aktuell ist, schafft sie es wieder interessant wirken zu lassen.

Nach dem erste Kapitel dachte ich, huii, sehr gut geschrieben... ich habe richtig mit dem Buch mitgefiebert. Auch wie erzählt wird, ist klasse - nämlich aus unterschiedlichen Perspektiven.

Doch dann wurde ich enttäuscht. Was sich anfangs alles wirklich klasse gezeigt hat, wurde mit der Zeit recht langatmig, da jede Person aus seiner Sicht das Geschehene erzählt, und damit die gleichen Szenen ein paar mal ähnlich hintereinander folgen. Dass ein historischer Roman nicht vor Spannung strotzt - das ist klar, doch für mich wurde es mit der Zeit -trotz unterschiedlicher Sichtweisen - recht einseitig. Der Reiz der Sichtweisen der unterschiedlichen Protagonisten geht von Seite zu Seite verloren... leider!

Denn da eine Szene schon durch eine Person beschrieben wird, ist die Spannung nach der nächsten Aussage leider weg...

 

Fazit: Ein sehr interessantes Thema mit eigentlich gutem Schreibstil, das leider irgendwann langatmig wird und durch Wiederholungen der Aussagen Langeweile und Desinteresse bewirkt.

 

5 von 10 Punkte

 

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