Puhlfürst, Claudia

Lügenschwester

Coppenrath

368 S., gebunden

14,95 €



Kat ist verschwunden. Meine große Schwester hat sich tierisch mit Mama gezofft und seitdem hat sie niemand mehr gesehen. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie nur wegen des Streits abgehauen ist – so war Kat schon immer. Und diese seltsamen Entführerschreiben im Briefkasten waren ganz bestimmt auch von ihr! Es muss so sein! Denn sonst hätte ich einen riesigen Fehler begangen, als ich mich dazu entschieden habe, die Nachrichten verschwinden zu lassen, damit Mama nicht in Panik gerät … Aber wenn Kat doch etwas zugestoßen ist? Was soll ich denn jetzt machen? Zu sehr in ihren Lügen verstrickt, traut Sarah sich nicht, die Wahrheit zu sagen – nicht einmal vor der Polizei. Und so beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem selbst der Leser nicht weiß, wem er noch trauen soll …


Die Idee: Spannend. Die Umsetzung: Größtenteils ordentlich. Gerade der Wechsel der Sichten der Protagonisten macht das Buch spannend. es ist in mehrere Teile unterteilt, in denen Sarah und Kat berichten. Dem Leser geht es anfangs genauso wie Sarah. Er hält alles zunächst für einen Scherz, bzw. weiß nicht so recht, was vor sich geht. Mit der Zeit wird eigentlich klar, dass es nicht ein einfacher Scherz sein kann, sondern, dass da noch etwas Größeres dahintersteckt.


Sehr gelungen finde ich, dass die Autorin die aktuellen Mittel miteinbezieht. Facebook, Blogs, Video-Tagebücher. Das macht das Buch vielleicht auch so interessant.


Die Charaktere entwickeln leider keine Tiefe, entwickeln sich auch in der Geschichte innerlich nicht weiter, was ich recht schade finde, da sich das gerade bei einer solchen Situation sehr angeboten hätte.


Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

Im Mittelteil sind mir persönlich etwas zu viel Längen drin, dafür ist mir allerdings der Schluss bzw. gerade die letzten Kapitel zu kurz und zu schnell gekommen. Aber das ist ja nur eine subjektive Meinung.


Fazit: Insgesamt ein ordentlicher Jugend-Thriller, der jedoch kleinere Schwächen hier und da aufweist.




7 von 10 Punkte


Danke an den Coppenrath-Verlag!




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