Punke, Michael

Der Totgeglaubte

Verlag: Malik

320 S., gebunden

20,00 €



South Dakota, zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Der Pelztierjäger Hugh Glass wird am Grand River von einem Grizzly angefallen und lebensgefährlich verletzt. Seine beiden Begleiter geben dem Mann keine großen Überlebenschancen. Als sie Indianer in der Nähe ihres Lagers sichten, nehmen sie dem Schwerverwundeten Gewehr, Messer und den Rest seiner Ausrüstung ab und lassen ihn neben einem bereits ausgehobenen Grab zurück. Doch wie durch ein Wunder überlebt Glass – und schwört Rache. Mit einem gebrochenen Bein schleppt er sich durch die endlos weite Prärie auf der Suche nach denen, die ihn so schändlich im Stich gelassen haben.


Dieses Buch hatte ich schon länger auf meiner Wunschliste, jetzt durfte ich es rezensieren. Anfang August 2015 im Malik-Verlag erschienen, erzählt das Buch über einen Pelztierjäger, der von einem Bär heftigst angefallen wurde und von seinen Kameraden im Stich gelassen wurde. Er hat einen starken Überlebenswillen und schwört Rache.


Der Grund, warum ich diesen Roman lesen wollte war einfach: Das Cover sieht einfach wunderschön aus und der Klappentext verspricht eine spannende Story.

Und genau das kann ich auch wiedergeben. Die Story ist wirklich extrem fesselnd, was vor allem daran liegt, dass die Atmosphäre, die Landschaft, die Gegebenheiten super gut eingefangen wurden. Auch die Charaktere sind sehr stark. Immer wieder gibt es zu den wichtigsten Protagonisten einen kleinen Rückblick, eine Chronik über ihr Leben vor diesem Jahr 1823. So bekommen sie eine Gewisse Tiefe. Die bekommen sie aber auch durch ihren jeweiligen Charakter. Fitzgerald, einer der beiden, die Hugh Glass zurückgelassen haben, hat einen abscheulichen Charakter - und diesen kann man sich richtig gut vorstellen und mitfühlen. Zudem passen die Figuren gut rein in die Story.


Das Buch ist in zwei Teile geteilt. Im ersten versucht Glass zu überleben und wieder zurück zum Ausgangspunkt der eigentlich vorgesehenen Pelztierjagd zu gelangen. Auf dem weg dahin werden ein paar mögliche Szenarien aufgegriffen und realistsich und fesselnd geschildert. Am Start angekommen beginnt dann Teil zwei. Dort macht Glass sich zunächst mit ein paar anderen Gestalten mit einem Boot flussaufwärts auf, in die Richtung, in die seine Kameraden weiter gezogen sind. In Teil zwei beginnt somit sozusagen sein Rachefeldzug.

An dieser Stelle möchte ich auch gar nicht weiter auf den Inhalt eingehen, es sei nur gesagt, dass dieser genauso wie zuvor fesselnd und ergreifend ist.


Das Ende ist dann etwas überraschend, anders als gedacht und überzeugt gerade deshalb.


Die Kapitel, die Protagonistensicht und der Schreibstil sind sehr angenehm. Meist wird von Glass berichtet, immer wieder aber auch ein Blick auf die Truppe, die ihn zurückgelassen haben, geworfen.


Fazit: Ein wirklich in allen Bereichen überzeugender Roman, der nirgends Schwachstellen aufweist. Absolute Leseempfehlung und Buchtipp!!!




10 von 10 Punkte


Danke an Malik für das Exemplar.




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