Rhode, Max

Die Blutschule

Bastei Lübbe

256 S., broschiert

12,99 €


Eine unbewohnte Insel im Storkower See Eine Holzhütte, eingerichtet wie ein Klassenzimmer Eine Schule mit den Fächern: Fallen stellen. Opfer jagen. Menschen töten. Die Teenager Simon und Mark können sich keinen größeren Horror vorstellen, als aus der Metropole Berlin in die Einöde Brandenburgs zu ziehen. Das Einzige, worauf sie sich freuen, sind sechs Wochen Sommerferien, doch auch hier macht ihnen ihr Vater einen Strich durch die Rechnung. Er nimmt sie mit auf einen Ausflug zu einer ganz besonderen Schule. Gelegen mitten im Wald auf einer einsamen Insel. Mit einem grausamen Lehrplan, nach dem sonst nur in der Hölle unterrichtet wird ...


Ein Buch des Autors Max Rhode. Das ist das Pseudonym des deutschen Autors Sebastian Fitzek. Und es ist wohl gut, dass besagter Fitzek unter Pseudonym dieses Buch schreibt: Bekannt und berühmt geworden ist der Autor vor allem durch seine ausgeklügelten, bis ins kleinste Detail gestrickten Psychothriller. "Die Blutschule" dagegen ist ein reiner Horror-Thriller, der vor Blut und Ekel strotzt und so gar nichts mit den anderen Fitzeks zu tun hat.Die Geschichte an sich hat mich recht schnell in den Bann gezogen, vor allem auch deshalb, weil der Erzählstil recht schnell ist und auch die Story fesseln kann.

Irgendwann nimmt sie jedoch eine krasse Wende: Sie führt, zumindest z.T. ins Übersinnliche, Übernatürliche, um dann ins Genre Horror abzudriften. Es beginnt mit Tierquälerei bis hin zur Folterung von Menschen. Dass dieses Buch wirklich vor allem im letzten drittel sehr heftig ist, das merkt man auch am Schreibstil des Autors, der des Öfteren recht vulgär ist. Zudem spielt das Buch wie gesagt auch im Übersinnlichen, Übernatürlichen, was auch nicht in die Kategorie Fitzek passt. Die Auflösung spielt ebenfalls im Übernatürlichen, was dann wieder einen Rahmen ergibt und das Ganze auch recht logisch beendet.

Das Ende an sich ist trotzdem recht heftig und erschütternd, nicht nur das der Geschichte, sondern auch das des Tagebuch. Die Hauptperson der Geschichte schreibt nämlich in der Ich-Erzählung und sitzt in eine Psychatrie. Dort verfasst er als Pro- und Epilog ein Tagebuch und erzählt mit dessen Hilfe die Geschichte der Blutschule, die Geschichte von sich und seinem Vater. Nach dem Epilog folgt noch eine kurze Abhandlung des behandelnden Arztes der Hauptperson, was dem Ganze noch einen Abschlussgruseler zufügt... ;-)
Was man wissen muss: Das Buch wurde von Max Rhode verfasst, der der Protagonist in Fitzeks neuem Psychothriller "Das Joshua-Profil" ist. Er ist ein recht unbekannter Autor - warum bloß? ;-) - und verstrickt sich in allerlei Probleme in diesem neuen Fitzek-Buch "Das Joshua-Profil". Man darf gespannt sein, wie Fitzek die beiden Bücher miteinander vernetzt.


Fazit: Eine Gesamtgeschichte in drei Ebenen: Fitzek erzählt im Joshua-Profil von Autor Max Rhode. Dieser verfasst ein Buch, eben diese "Blutschule", in der in dritter Ebene sein Protagonist in Ich-Erzählung von den schlimmen Dingen der Blutschule, seines Vaters und von sich erzählt. Spannende Idee - und wohl auch besser so, dass das Ganze von Max Rhode und nicht von Fitzek geschrieben ist ;-)



9 von 10 Punkte


Danke an Bastei Lübbe!




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Kommentare: 1
  • #1

    Andi (Montag, 16 November 2015 11:58)

    Habs seit ein paar Tagen fertig. Hat mir gut gefallen.