Schmidt, C. R.

Sherman's End

iFuB-Verlag

368 S., eBook

7,49 €



Nach einem verheerenden Krieg liegt das Nordamerika der Zukunft in Schutt und Asche. Der junge Hud hält sich mit zwielichtigen Geschäften über Wasser, zieht als Plünderer durchs Land und ist vor allem eins: sich selbst der Nächste. Als ihm eine Karte zum geheimnisumwobenen Sherman's End in die Hände fällt, beschließt Hud kurzerhand, diesen Ort zu finden, denn zahlreiche Schätze sollen dort verborgen sein. Auf seiner Reise schließt sich ihm ein Mann namens Archie an, der über sonderbare Fähigkeiten verfügt und sich insgeheim geschworen hat, Sherman's End um jeden Preis zu vernichten.


Die etwas andere Dystopie. Das kann man auf jeden Fall sagen. Wer hier etwas kalssisches, postapokalyptisches erwartet, irrt sich gewaltig.

Das Buch ist vielmehr ein SciFi-Western, erinnert an MadMax, die Jugendreihe "Gone" und jede Menge irres Zeug - und das ist jetzt keinesfalls negativ gemeint!

Sowohl die Geschichte, als auch die Charaktere sind sehr speziell, sehr verrückt und passen deshalb auch irgendwie wunderbar zusammen.

Wie gesagt, Dystopie ist für mich etwas anderes. SciFi-Western trifft meiner Meinung nach hier besser zu.


Die Story braucht etwas Anlauf- und Eingewöhnungszeit, auch für den Leser. Dann nimmt sie aber Fahrt auf und wird recht fesselnd. Immer wieder gibt es Spannungshöhepunkte und auch Wendepunkte oder Überraschungen.

Auch die "Figuren", besser gesagt Kreaturen, wirken recht Fanatsy/SciFi-mäßig und auch recht skurril.


Skurril trifft auch auf die Protagonisten zu. Die haben alle eine Vorgeschichte, welche sie in ihrem Handeln oder ihrem Charakter beeinflusst.

Hud konnte mich größtenteils überzeugen, genauso wie Archie, welchen ich mit der Zeit immer mehr gemocht habe (am Ende sogar mehr als Hud). mia passt auch dazu, auch die andere Personen erfüllen ihre Aufgaben gut.

Manchmal fand ich die Dialoge oder Gespräche etwas seltsam, ansonsten konnte mich der Bereich der Charakter allerdings voll überzeugen.


Das sieht auch beim Schreibstil so aus, der mich über weite Strecken fesseln und mitnehmen konnte. Vieles passiert auch Huds Sicht, so hätte man auch einen Ich-Erzähler wählen können, insgesamt ist der Stil aber angenehm und auch gut zu lesen.


Was mich allerdings nicht überzeugen konnte, das war das Ende. Manch einer wird sagen: "Das war bis dahin alles abgefahren. das ist jetzt noch mal der Höhepunkt der skurrilen Ereignisse". Wie gesagt, mich konnte es nicht überzeugen, da es etwas arg abgehoben war.


Fazit: Eine überraschend gute Dystopie. Etwas völlig anderes, neues in diesem Bereich, was ich allerdings eher als SciFi-Western bezeichnen würde.




8 von 10 Punkte


Danke an den iFuB-Verlag für das Leseexemplar.




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