Schulthess, Andrea Fischer

Motel Terminal

Salisverlag

344 S., gebunden

24,95 €

 

 

Meret, knapp 13 Jahre alt, kennt nichts als ihr kleines Zimmer. Weil die Welt draußen böse ist, wie ihre Mutter Nora sagt. Doch Merets Hamster sterben immer, und Tagebuch-Schreiben füllt noch keinen Tag. Zum Glück gibt es ihre Großtante Julie, die Besitzerin und einzige weitere Bewohnerin des Motels. Sie kümmert sich um die geliebte Meret und lädt sie ab und zu heimlich zu sich in die gute Stube ein...

 

Ein spannendes Buch, das eine Sogwirkung hat.

Denn die Geschichte (die ich inhaltlich nicht spoilern möchte), hat einen ungewöhnlichen Schreibstil, Eigentlich ist sie düster, unheilvoll und spannend. Der Stil, die unterschiedliche Art und Weise, wie erzählt wird, ist erst einmal gegenläufig. Mit einem eher lockeren und leichten Stil macht die Autorin aber gerade das Bedrückende, Unheilvolle, Düstere viel mehr deutlich und hebt es in den Vordergrund.

Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und können in ihrer jeiligen Rolle überzeugen. Sie besitzen Tiefe, entwickeln sich weiter - alles, was einen guten Roman auszeichnet.

Insgesamt fand ich die Idee zu "Motel Terminal" wirklich sehr gut gelungen und auch die Umsetzung konnte mich weitestgehend überzeugen. Ab und zu gab es zwar kleinere Schwächen, die aber nicht wirklich nennenswert sind: Denn im Nachhinein bleibt eine spannende und düstere Geschichte mit interessantem Schreib- und Erzählstil im Gedächtnis.

 

Fazit: Gute Idee und gute Umsetzung - ein durchaus überzeugender Roman mit interessanten Gedanken und einem spannenden Thema.

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an den Salisverlag!

 

 

 

 

 

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