Schwab, V. E.

Vier Farben der Magie

Fischer Tor

496 S., TB

9,99 €

 

 

Es gibt vier Farben der Magie: Im roten London befindet sie sich im Gleichgewicht mit dem Leben. Im weißen London wird die Magie versklavt, kontrolliert, unterdrückt. Dem grauen London ist sie fast abhandengekommen. Und im schwarzen London hat sie das Leben selbst vertilgt.
Als einer der wenigen Antari springt Kell zwischen den verschiedenen Welten hin und her. Doch er führt ein Doppelleben: Er ist Botschafter der Könige, aber auch ein Schmuggler. Eines Tages wird ihm als Bezahlung für einen außergewöhnlichen Botengang ein schwarzer Stein zugesteckt. Dass es sich um ein mächtiges magisches Artefakt handelt, merkt er erst, als er sich von einem gefährlichen Feind verfolgt sieht, der ihm das gute Stück abjagen möchte und dabei vor keinem Mittel zurückschreckt.
Auf der Flucht trifft der Magier die gewitzte Diebin Delilah Bard, die Kell zunächst ausraubt, ihm dann aber hilft. Allerdings erwartet sie eine Gegenleistung von ihm ...

 

Von diesem Buch bin ich ein bisschen zwiegespalten. Der Einstieg in die Geschichte hat mir so gar nicht gefallen. Ein Schreibstil, der sich nur unrythmisch und langatmig lesen lies; eine Geschichte, die nur langsam fahrt aufnahm und mich daher nicht abholen konnte; Charaktere, die unsympathisch bzw. einfach nicht nah genug am Leser waren. Eigentlich alles Vorraussetzungen, dieses Buch abzubrechen. Doch ich habe mich durch die ersten Kapitel gerungen und ein bisschen weiter gelesen. Und es hat sich zumindest zum Teil gelohnt...

Denn eines kann V. E. Schwab: Charakterentwicklung sowie -skizzierung. Die Protagonisten, wie z.B. Kell, haben sich fantastisch weiter entwickelt, wurden authentisch und auch sympathisch, was ich anfangs echt nicht gedacht habe. Lustig und gleichztig irgendwie seltsam fande ich dann, dass mit Lila plötzlich eine Person zu meinem persönlichen Hauptprotagonist wurde, obwohl ich glaube, dass das von der Autorin so gar nicht beabsichtigt wurde. Doch gerade Lila mit ihrer krassen, wilden und vorwitzigen Art macht das Besondere in diesem Roman aus.

Denn die Geschichte konnte mich weiterhin nicht hundertprozentig vom Hocker reißen, sie war lesenswert, keine Frage,- aber irgendwas habe ich vermisst. Kann auch daran liegen, dass mir der Schreibstil bis zum Ende fremd blieb und ich von dieser Art nicht warm wurde - was allerdings auch Geschmackssache ist.

 

Fazit: Irgendwie ein Buch, das mich nicht wirklich mitreißen konnte, das ich aber trotzdem gelesen habe und vermutlich die weiteren Bände mir genauer anschauen werde. Nicht schlecht, aber auch noch nicht so, dass es sich von der breiten Fantasy-Masse abhebt, obwohl die Idee dazu vorhanden ist.

 

 

 

 

6 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

 

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