Searle, Nichloas

Das alte Böse

Kindler

368 S., gebunden

19,95 €

 

 

Roy und Betty haben sich über ein Datingportal im Internet kennengelernt – recht ungewöhnlich für zwei Menschen über 80. Die beiden verstehen sich, bald ist Roy in Bettys schönem Haus auf dem Lande eingezogen. Aber irgendetwas führt er im Schilde. Denn Roy ist ein Krimineller, ist es sein ganzes Leben lang gewesen. Er hat mit siebzig gutgläubige Anleger betrogen, mit fünfzig im Rotlichtbezirk von Soho schmutzige Geschäfte betrieben, als junger Mann noch Schlimmeres getan – und auch der Greis folgt noch dem Trieb, anderen Menschen Böses anzutun. Wer ist dieser Roy? Sicher nicht der, der zu sein er vorgibt. Die Spur seiner Taten führt bis in die Kriegszeit. Nach Deutschland.
Und die liebenswerte Betty ahnt nicht, dass jemand sie um ihr Vermögen bringen will. Dass sie in ein Gespinst aus Lügen eingewickelt wird von einem Mann, der eigentlich schon an der Schwelle des Todes steht – Ahnt sie es wirklich nicht?

 

Eine sehr interessante und neue Idee, die auch ganz ordentlich umgesetzt wurde. Allerdings konnte ich mit den beiden Protagonisten nicht so ganz warm werden. Beide sind nicht gerade Sympathieträger und doch sind es eben die Hauptfiguren, mit denen der Leser durch das Buch muss. Keine sehr gute Voraussetzung - die Charakterentwicklung wurde dann auch nicht viel geändert, weshalb man sich also damit abfinden muss.

Ansonsten ist "Das alte Böse" ganz interessant gestaltet. Anfangs vermisste ich ein bisschen die Spannung, die ging zu Lasten der Charaktervorstellung.

Gegen Mitte/Ende entwickelt sich die Story dann aber noch ganz rasch voran, sodass man noch auf seine Thriller-Kosten kommt.
Der Stil, wie Nicholas Searle, die Geschichte um Roy und Betty erzählt, ist angenehm und gut und flüssig zu lesen. So kommt man ganz flott durch das insgesamt recht dünne bzw. kurzweilige Büchlein hindurch.

 

Fazit:

Mal etwas anderes im Thrillerbereich: Die Protagonisten sind gewollt nicht unbedingt sympathisch, dadurch entsteht etwas Besonderes, dass dieses Buch ausmacht.

 

 

 

 

7 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

 

 

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