Strobel, Arno

Abgründig

Loewe Verlag

 

9,95 €

 

 

 

Zum Inhalt: Tim Kommt in ein Ferien-Camp und trifft auf unterschiedliche Freunde, auch auf Ralf, der die Sache in die Hand nimmt und eine Bergtour plant - ohne Aufsicht, ohne, dass jemand davon Bescheid weiß.  Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Die Gruppe findet sich in einem heftigem Unwetter wieder und sie müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Ein Abstieg ist bei diesem Wetter unmöglich. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zum handgreiflichen Streit. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache – und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt. Was ist in der Nacht geschehen?

 

 

 

Mir persönlich hat die Story sehr gefallen: Bergtour, Unwetter, Verschwinden - mal ein anderer Aufhänger für einen Thriller und somit für mich persönlich etwas Neues. Die Figuren sprachen mich wirklich sehr an, sie waren realistisch, gut gewählt und blieben bis zum Ende hin ihrem Stil treu. Positiv aufgefallen ist mir dabei vor allem, dass sie total gegensätzliche Charaktere verdeutlichen, und doch miteinander auskommen müssen. Dadurch wurde das Buch sehr belebt. Die etwas ungewöhnliche Erzählweise - normalerweise bin ich bei einem Thriller gewöhnt, dass eine Person erzählt -  aus Erzähler-Sicht lies jede Person zur Hauptperson machen.

 

Das ganze Buch begann interessant, steigerte sich dann in eine Neugierde und wuchs dann schließlich hin bis zu einer richtigen Spannungsquelle, die erst kurz vor Schluss aufgelöst wurde - somit war das Buch wirklich spannend bis zur letzten Seite.

 

Abzug erhält es nur wegen des Prologs, der mir persönlich nicht so sehr gefallen hat, da er das gute Ende schon vorweg genommen hat.

 

Die Story selbst ist strukturiert aufgebaut, hätte im Endeffekt aber sicher noch etwas länger dauern und mehr Fahrt aufnehmen können und so mehr Zeit für ein paar "Verwirrungen" oder "Wendungen" bieten können.

 

 

 

Fazit: Ein abwechslungsreicher Thriller, spannungsgeladen und nicht nur als Jugendbuch geeignet. Interessant fande ich auch, dass das Buch durch den Inhalt und den Aufbau den Leser vor die Probleme und Folgen von Vorurteilen stellt und diese auch deutlich macht!

 

 

 

9 von 10 Punkte

 

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