Strobel, Arno

Im Kopf des Mörders - Tiefe Narbe

Fischer Verlag

368 S., TB

9,99 €

 

 

Max Bischoff, Oberkommissar, Anfang dreißig, ist der Neue bei der Düsseldorfer Mordkommission. Er ist hoch motiviert und schwört auf moderne Ermittlungsmethoden, was nicht immer auf Gegenliebe bei den Kollegen stößt. Sein erster Fall beim KK11 hat es in sich. Auf dem Polizeipräsidium taucht eines Morgens ein Mann auf, der völlig verstört und von oben bis unten mit Blut besudelt ist. Er weiß weder, was in der Nacht zuvor geschehen ist, noch hat er eine Erklärung für das Blut auf seiner Kleidung. Wie sich bald herausstellt, stammt es nicht von ihm selbst, sondern von einer Frau. Einer Frau, die vor über zwei Jahren spurlos verschwand. Die für tot gehalten wird. War sie all die Zeit über noch am Leben und ist erst vor kurzem getötet worden? Und was hat der Mann mit der Sache zu tun? Ist er Täter oder Opfer?

Als kurz darauf eine Leiche am Rheinufer gefunden wird, verstricken Max Bischoff und sein Partner Horst Böhmer sich immer tiefer im Dickicht der Ermittlungen, um einen Fall zu lösen, in dem lange nichts zusammenzupassen scheint …

 

Ich bin etwas zwiegespalten von diesem Buch. Einerseits könnte man sagen, ein wirklich ordentlicher und interessanter Krimi. Andererseits habe ich auch schon Besseres von Arno Strobel gelesen. Der Krimi, der tatsächlich nur ein Krimi und nicht wie angegeben ein Thriller ist, ist zwar spannend und hat auch einen gelungenen Spannungsaufbau. Die Charaktere und die Geschichte bleiben aber eher flach und ruhig.
Zwei Ermittler, die einen Fall lösen. Nicht mehr, nicht weniger. Im Gegensatz zu anderen Thriller von Strobel, vermisse ich hier psychologische Spannungselemente, plötzliche Wendungen und das besondere Etwas, das seine Bücher oft ausmacht.

Nichtsdestotrotz ist "Tiefe Narbe" ein gelungener, aber eben auch eher durchschnittlicher Krimi - nicht das, was man von einem Bestseller-Autor erwartet.

Arno Strobel sollte meiner Meinung nach bei seiner Linie bleiben und mit der Art von Thrillern weitermachen, die er bisher geliefert hat. Dieser Ausflug in eine Krimi-Trilogie ist zwar ein Versuch wert, schadet vermutlich aber seinem bisherigen Image als Top-Autor im Genre.

 

Fazit: "Tiefe Narbe" ist ein wirklich ordentlicher Krimi - im Vergleich zu anderen Büchern des Autors aber eher eine negative Entwicklung. Schade.

 

 

 

 

7 von 10 Punkte

 

Danke an den Fischer Verlag für das Leseexemplar!

 

 

 

 

 

 

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