Suter, Adrian

Die schrecklich schöne neue Welt des Professor Furtwanger

Riverfield Verlag

400 S., gebunden

33,90 €



Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges begibt sich eine Sondereinheit des Hitler-Regimes unter der Leitung von Oberst Dr. Furtwanger auf die »Expedition Mantodea«. Im Auftrag des Führers sucht sie in der afrikanischen Steppe nach einer Spezies der Stabschrecke, durch deren Verzehr Unsterblichkeit erlangt werden soll. Ziel der Expedition ist es, Hitler das ewige Leben zu verleihen.
Wir erfahren es hundertvierzig Jahre später, in einer technologisch hochstehenden und friedfertigen, doch gleichzeitig kitschig-skurrilen Welt, in der sich die Menschheit einem überbordenden Konsumrausch hingibt.
Doch der Schein trügt, denn es herrscht die totale Kontrolle und das Regime steht kurz dem Endziel: Adolf Hitler von den Toten zu erwecken, sodass der Führer ein ewig währendes Reich des Schreckens und eine Diktatur des Grauens errichten kann ...


Die Idee: 1A. Die Umsetzung: solala.

Also, die Idee finde ich einfach brilliant. Sie ist genial und es müsste noch mehr solcher unglaublich guten, faszinierenden und lehrreichen Ideen geben. Vielleicht aber auch nicht, damit sich die wenigen absetzen können.

Die Geschichte selbst ist zwar interessant, hat allerdings immer wieder einige Längen. Allerdings muss man diese lesen, da sonst wichtige Informationen bzgl. Personenkonstellationen, etc. verloren gehen,

das Buch selbst ist in Vorgeschichte (meiner Meinung nach zusammen mit Teil 3 der beste Teil), drei Teile und eine Art Epilog eingeteilt. Diese Trennung macht durchaus Sinn, da die Teile in unterschiedlichen Zeitebenen spielen.


Die Personen sind gut angelegt. Historisch genau und auch fiktiv so, dass man sich in sie hineinversetzen kann. Bis auf die historisch wahren Personen, haben mir persönlich die fiktiven Protagonisten zu wenig Tiefgang,


Der Schreibstil war dann aber das, was mich irgendwie unzufrieden zurücklässt. Er ist nicht schlecht, oder nicht gut zu lesen - er ist einfach ziemlich anders und gewöhnungsbedürftig, was an sich ja nicht schlimm oder negativ ist. Ich selbst kam allerdings auch über längeren Zeitraum nicht so gut damit klar und irgendwann hat das meinen Lesespaß auch reduziert. Das mag vielleicht bei jemand anderem nicht der Fall sein, aber schließlich ist eine Rezension an gewissen Punkten auch subjektiv.


Fazit: Super Idee, die Umsetzung konnte mich dann aber nicht vom Hocker reißen.



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