Tardif, Cheryl Kaye

Versunken

Luzifer Verlag

332 S., broschiert

13,50 €

 

 

Kummer und Verlust sind Marcus Taylors tägliche Begleiter geworden. Erst verlor er durch einen tragischen Autounfall seine Frau und seinen Sohn, wenig später durch Depressionen und Tablettensucht auch noch seine vielversprechende Karriere als Rettungssanitäter. Nun arbeitet er als Telefonist in der Notfallzentrale – für ihn der einzige Weg, etwas von seiner Schuld zurückzuzahlen. Bis er einen Anruf bekommt. Von einer Frau, die in ihrem Auto eingeschlossen ist …
Rebecca Kingston sehnt sich nach diesem Wochenendausflug, an dem sie in Ruhe über die drohende Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann nachdenken will. Doch als sie ein mysteriöser Lastwagen von der Straße und in einen Fluß abdrängt, findet sie sich eingeklemmt hinter dem Lenkrad ihres Wagens wieder. Weder kann sie sich befreien, noch ihren beiden Kindern auf der Rückbank helfen. Ihr einziger Rettungsanker ist ihr Handy, dessen Batterie zur Neige geht, und die beruhigende Stimme eines Fremden, der ihr verspricht, dass alles gut werden wird …

 

Ein Klappentext und eine Idee, die verspricht, unter die Haut zu gehen. Nur: Kann er/sie das auch?

Jein lautet meine Antwort. Das Gute und wirklich Positive sind zum einen die Story und die Idee an sich, zum anderen die Charaktere. Die Story ist wirklich extrem spannend gestaltet und löst sich erst ganz am Ende auf. Der Spannungsbogen ist vorhanden und auch über die gesamte Geschichte gespannt. Auch die Charaktere können in ihrer Rolle überzeugen, sind auhtentisch und haben wirklich Tiefe, was vor allem daran liegt, dass man direkt zu Beginn viel über sie, ihre Beziehungen und ihre Geschichte erfährt.

Dennoch gibt es auch Abzug ;-). Ich finde es schade, dass das "Hin und Her" zwischen Marcus und Rebecca so kurz ist. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass der Hauptteil des Buches sich in einer Art Telefongespräch abspielt, in dem sich beide Parteien die aktuellen Geschehnisse erzählen bzw alte Geschichte wieder auftauchen. So eine Art "Psycho-Gespräch". Der eine versucht zu beruhigen und ihm kommen die alten Gedanken wieder hoch; die andere ist panisch und möchte einfach nur (über-)leben. Das ist jedoch wirklich nur kurz der Fall, was ich persönlich schade finde.

Der Schreibstil dagegen ist klasse: Schnell und auf den Punkt gebracht. Lässt sich super gut und angenehm lesen.

 

Fazit: Nicht exakt das, was ich mir erhofft habe - dennoch wirklich spannend und gut geschrieben!

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an den Luzifer Verlag!

 

 

 

 

 

 

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