Tsokos, Michael

Zersetzt

Droemer Knaur

432 S., broschiert

14,99 €

 

 

BKA-Rechtsmediziner Dr. Fred Abel arbeitet unter Hochdruck an einem großen Fall: Ein winziger Einstich in der Kniekehle eines Toten verrät ihm, dass einer der gefährlichsten Killer der letzten Zeit weiterhin sein Unwesen treibt. Doch bevor Abel ihn stoppen kann, wird er in heikler Mission in den osteuropäischen Pseudostaat Transnistrien geschickt. Dort soll er zwei Mordopfer identifizieren, die in Kalkfässern gelagert wurden und fast vollständig zersetzt sind. Plötzlich steht Abel im Fadenkreuz eines politischen Komplotts. Während einer mörderischen Verfolgungsjagd durch das transnistrische Grenzland muss er seine ganz besonderen Fähigkeiten einsetzen. Und gleichzeitig kämpft in Deutschland das jüngste Opfer des Psychopathen in einem Keller um sein Leben ...

 

Wie schon in Band 1 der Reihe um Rechtsmediziner Fred Abel, geht es hier nicht nur um einen Fall, der gelöst werden will, sondern gleich um mehrere, die angesprochen, aufgegriffen und abgearbeitet werden müssen. Ich fande das beim Lesen stellenweise einfach etwas zuuu viel - getreu dem Motto: "Manchmal ist weniger mehr!". Ich glaube, dass Tsokos in seine dreiteilige Reihe einfach möglichst viele, realistische und erschreckende Fälle einbauen wollte. Und da hätte ich dann lieber noch ein Buch mehr, als in einem Thriller gleich drei Fälle oder mehr einzubauen - denn alle dieser Fälle sind definitv lesenes- und berichtenswert.

Auch hier geht die Story wieder fluchs voran und man befindet sich mit Abel sofort wieder in großer Arbeit, die dieses Mal noch komplexer wirkt, als in Band 1.

Der Schreibstil unterstützt die Geschichte - ist locker, leicht und schnell zu lesen. Denn die Story ist nicht immer ganz leicht: Man muss aufpassen, dass man die Fälle und die jeweiligen Personen nicht verwechselt und dass man kein Detail für den späteren Verlauf überliest.

Ansonsten ist dieser zweite Teile der Reihe von Michael Tsokos wieder sehr interessant und spannend gestaltet. Gerade mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Fälle so in Wirklichkeit auch passiert sind, zumindest in weiten Teilen, macht das Ganze noch erschreckender und fesselnder.

 

Fazit: Wieder ein spannender True-Crime-Thriller, der Verbrechen über Verbrechen aufgreift und diese als spannende Geschichte umsetzt.

 

8 von 10 Punkte

 

Danke an Droemer Knaur.

 

 

 

 

 

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