Voss, Vincent

Du darfst mich nicht finden

Bastei Lübbe (Bastei Entertainment)

126 S., eBook

4,99 €



Lloyd stößt im Internet auf eine mysteriöse Geocaching-Seite. Im Kontaktformular hinterlässt er seine Nummer. Als Lloyd zwei Stars der Geocaching-Szene davon berichtet, warnen diese ihn eindringlich. Die Seite sei gefährlich, niemand habe deren Caches bergen können, bei dem Versuch seien einige Geocacher sogar spurlos verschwunden. Kurz darauf klingelt Lloyds Handy und eine Stimme gibt ihm Koordinaten durch.
Trotz der Warnungen überredet Lloyd drei Freunde dazu, sich auf die Suche nach dem Cache zu machen. Doch schon bald müssen Lloyd und seine Freunde erkennen, dass sie nicht die Jäger sind - sondern die Gejagten in einer blutigen Hatz.


Selbst Geocacher, war das natürlich ein Pflicht-Roman.

Und ich muss sagen, der hat mir anfangs ausgezeichnet gefallen.

Zwar waren und sind die Protagonisten doch recht speziell, allerdings kann man sich weitestgehend mit ihnen identifizieren, wenn man sich auf sie und die Geschichte einlässt.

Der Einstieg und auch der Anfang hat mir sehr gut gefallen, die Geschichte war glaubhaft - natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt, aber es ist eben ein fiktiver Thriller.

Auch, als es dann wirklich losging, und der "Cache" angesteuert wurde, hat mich das Buch gefesselt.

Das Problem dann allerdings war/ist, dass sich die Story mehr ins Horror-Thriller-Genre ändert, und Geocaching selbst nur der Aufhänger dafür war, dass die vier Freunde in den Wald geschleust wurden. An sich nicht schlimm, aber doch irgendwie schade, da ich mir mehr vom Thema Geocaching gewünscht hätte, also mehr Gesuche nach Stationen, Hinweisen, Rätsel, etc.. Was dem Leser geboten wird, ist dann ein unheimlicher Wald mit einer gehörigen Prise Horror.

Die Geschichte entwickelt sich dann ab dem letzten Drittel recht vorhersehbar weiter, allerdings mit einem passenden Ende, bei dem auch wieder das Thema Geocaching aufgenommen wird.

Nur schade finde ich, dass es objektiv betrachtet und mit der Realität und dem echten Cachen verglichen, nicht logisch ist. Aber das ist eine andere Sache ;-) In sich und für die Geschichte ist es schlüssig, mit Bezug auf die Realität nicht.

Was mir aber am allermeisten zugesagt hat, war, wie der Autor es geschafft hat, einen unglaublich unheimliche, düstere und stellenweise wirklich gruselige Atmosphäre aufzubauen, die den Leser das ganze Buch über fesseln konnte!


Fazit: Ordentlicher, solider Thriller, der vor allem durch seine Atmosphäre überzeugen kann!



7 von 10 Punkte




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