Weitz, Chris

Young World: Die Clans von New York

dtv

384 S., gebunden

18,95 €



Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.


Die Idee ist eine typische Dystopie bzw. (post)apokalyptische Welt, in der nur noch Jugendliche das "Sagen" haben. Erinnert also sehr stark an Michael Grant's Reihe "Gone" (die mich, muss ich an dieser Stelle erwähnen, mehr gefesselt hat), nur, dass es dort nebenbei auch um SciFi-Mutationen geht.

Der Inhalt beziehungsweise der Klappentext klingt äußerst vielversprechend, die Geschichte selbst beginnt dann auch recht interessant, baut aber auch recht schnell wieder ab, einfach durch unnötig lnage Sequenzen, die es so nicht gebraucht hätte.


Was mir allerdings überhaupt nicht zugesagt hat, das war die Sprache oder besser gesagt der Schreibstil. Weder die Ausdrucksweise, noch die Art, wie erzählt wurde, konnte mich fesseln. Vielmehr war es der Gedanke der Dystopie, an dem ich mich während des Lesens festhielt.


Die Charaktere sind durchschnittlich. Sie sind teilweise sympathisch, teilweise auch nicht, eben so, wie es die Geschichte benötigt. Sie handeln weitestgehend authentisch und man lernt während der Geschichte auch mehr über sie selbst kennen, was durchaus sich durchaus positiv in der Story auswirkt.


Gegen Mitte/Ende des Romans nimmt auch der Spannungsbogen wieder zu, sodass man zwar zunächst mit einem gemischten, aber dennoch befriedigten Gefühl das Buch beenden kann.


Fazit: Tolle Idee, ausbaufähige Umsetzung.



7 von 10 Punkte

 

Danke an dtv für das Leseexemplar.

 

 

 

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