Wells, Robison

Du kannst keinem trauen

Fischer Verlag

14,99 €

 

Der 18-jährige Benson hat ein Stipendium für ein Elite-Internat ergattert. Doch die Schule ist nicht wie erwartet: Umgeben von Stacheldraht und hohen Mauern, ohne Kontakt zur Außenwelt sind die Schüler dort Gefangene. Es gibt keine Lehrer, aber strikte Regeln, deren Einhaltung durch Kameras überwacht und mit harten Strafen geahndet wird.
Die Schüler sind gezwungen, um ihr Überleben an der Schule zu kämpfen. Gegen die Regeln verliebt sich Benson in Jane. Als sie bei einem brutalen Kampf schwer verletzt wird, macht Benson eine grauenvolle Entdeckung …

 

Zu Beginn war ich wirklich von diesem Buch begeistert! Zwar von Anfang an unrealistisch (an welcher Schule unterrichten die Schüler? übernehemen alle Arbeiten? etc...), jedoch spannend, mysteriös und geheimnisvoll geschrieben. Also eigentlich ein guter Thriller-Auftakt.

Im Laufe der Geschichte lernt der Leser die Charaktere, die Schule und mit ihr die Regeln kennen. So weit so gut. Auch die "Banden", die Havocs, die Society und die Vs, denen Hauptprotagonist Benson beitritt, kommen weitestgehend authentisch rüber.
Alles passte eigentlich, bis Jane und Benson in einen Kampf verwickelt werden - der nicht nur Bensons Leben verändert...
Denn ab diesem Zeitpunkt fand ich die Story einfach nur übertrieben. Ohne (momentan) spoilern zu wollen: Der Thriller wechselte zum Sci-Fi-Roman. Und damit zu etwas, was der Klappentext nicht vermuten lies.
Die Ereignisse werden im Laufe der Geschichte nun immer unrealistischer, immer vorhersehbarer. Und gerade die - sorry für den Spoiler, doch das wusste man schon nach der ersten Seite! - Flucht, die sich bis hierhin herauszögerte wurde das "Non-Plus-Ultra" in der "Schlechtheitsskala": es passiert einfach genau das, mit dem man am meisten gerechnet hat.
Und für die, die jetzt noch etwas mehr wissen wollen (ACHTUNG SPOILER!!!): Aus der Fluchtgruppe kristallisieren sich natürlich wieder Gegner heraus, die sich bis dato geheim halten konnten, obwohl es nur eine Frage der Zeit nach Bensons Entdeckung war, bis diese "Personen" sich zu erkennen gaben. Ach ja, und es taucht diejenige auf, mit der alles begann - und der Leser fragt sich: Hä? Steckt die jetzt hinter allem? Was ist los? Wurden jetzt die Schüler getestet oder die "anderen"? Ja - und da endet auch die Story schon! Ohne Erklärung, ohne Grund für das Geschehene, die "Personen", etc.. Man wird sozusagen gezwungen sich den nächsten Band zu kaufen...


Fazit: Guter Auftakt, schlechtes Ende - Sci-Fi anstatt Thriller. Unrealistisch, übertrieben und ohne einigermaßen erklärende Auflösung. Sorry, aber das war eindeutig nicht mein Fall!

5 von 10 Punkte


(Ein Wort zur Punkteverteilung, das mache ich ja sonst eigentlich nie: 2 Punkte für das gelungene Cover, 1 Punkt für den Titel - der passt perfekt zur Story, 2 Punkte für die ersten Seiten bis zur "Entdeckung", also so lange, wie das Buch eben ein Thriller war.)

 

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