Wieners, Annette

Kaninchenherz

List

352 S., TB
9,99 €


Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes ist schockiert, als sie sieht, für wen die Beerdigung am heutigen Tag ist: Ihre eigene Schwester Mareike wird begraben. Seit zehn Jahren haben sich die beiden Schwestern nicht mehr gesehen. Seit Gesines Sohn unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben kam. Beide gaben sich gegenseitig die Schuld an seinem Tod. Gesine hat damals alles verloren. Ihre Arbeit als Kriminalkommissarin, ihre Wohnung, ihre Familie. Warum musste ihre Schwester sterben? War es Mord? Was wissen die Eltern? Als Gesine nachforscht, stößt sie auf eine Mauer des Hasses.


Den Hintergrund der Geschichte fand ich interessant und auch die Umsetzung konnte mich ziemlich überzeugen. Gerade die Szenen wechseln immer wieder zu verschiedenen Handlungsorten und -situationen. Dabei werden die Kapitel zwischendurch durch mysteriöse Einträge von Giftpflanzen in ein Notizheft unterbrochen und auch kurze Rückblicke wechseln mit der aktuellen Story ab. So kommt naoch mehr Leben rein und macht das Ganze natürlich auch spannender.

Gerade die Szenen, in denen Gesine auf ihre Eltern trifft, konnten mich wesentlich überzeugen. Hier ist es der Autorin gelungen den Hass, der schon im Klappentext angekündigt wurde, und den Streit und die gegenseitige Konfrontation auszudrücken.


Kapitellänge, Aufteilung und Schreibstil haben mir ebenfalls gefallen. Der Krimi war gut und schnell zu lesen. Teilweise hatte man das Gefühl von "abgehackten" Sätzen, doch daran habe ich mich schnell gewöhnt und fand das auch nicht weiter schlimm.


Die Personen, vor allem Gesine als Hauptprotagonistin, haben mir in ihren Rollen gefallen. Gesine handelt authentisch, man kann sich in sie hineinversetzen. Auch die weiteren Personen, beispielsweise ihre Eltern, konnten mich in ihrer jeweiligen Rolle überzeugen.


Einzig schade war folgendes: Anfangs wusste man wirklich nicht, wen man verdächtigen sollte. Gegen Ende hatte ich dann meinen "Täter" gefunden und es war eigentlich recht klar, dass es diese Person sein muss. Das war dann auch der Fall...


Fazit: Ein durchaus lesenswerter Kriminalroman!





8 von 10 Punkte


Danke an den List Verlag für das Rezensionsexemplar!



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