Winkler, Philipp

Hool
Aufbau Verlag

310 S., gebunden

19,95 €

 

 

Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet. HOOL ist die Geschichte von Heiko Kolbe und seinen Blutsbrüdern, den Hooligans. Philipp Winkler erzählt vom großen Herzen eines harten Jungen, von einem, der sich durchboxt, um das zu schützen, was ihm heilig ist: Seine Jungs, die besten Jahre, ihr Vermächtnis. Winkler hat einen Sound, der unter die Haut geht. Mit HOOL stellt er sich in eine große Literaturtradition: Denen eine Sprache zu geben, die keine haben.

 

Mit dem Erzählstil habe ich mich zunächst schwer getan, da der Autor sehr umgangssprachlich schreibt. Je weiter die Story voranschreitet geht das aber besser und irgendwann half es sogar dabei, sich ins Geschehen einzufühlen.
Auch schwierig: Die Tatsache, dass es in der Story keine Kapitel gibt. Es gibt unterschiedliche Handlungsstränge zu verschiedenen Zeiten, durch Absätze getrennt.

Man erhält einen Einblick in Heikos Leben, seine Familienverhältnisse aber auch sein Dasein als Hooligan. Gerade das hätte aber auch ein wenig mehr sein dürfen.
Ab der Hälfte des Buches ging es dann aber richtig los: Die Geschichte ist so realistisch erzählt. Ich bin mir sicher, dass es eben solche Schicksale auch im echten Leben leider oft gibt.
Als Leser ist man oft geschockt und erschrocken über die Geschehnisse in Heikos Umfeld.
Das Ende hätte dann doch noch ein wenig ausführlicher sein dürfen und dennoch ist die Idee sehr gut gewesen.

 

Fazit:
Spannende und tragische Geschichte, gut und besonders erzählt.

 

 

 

 

9 von 10 Punkte

 

Danke an den Aufbau Verlag für das Leseexemplar.

 

 

 

 

 

 

 

 

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