Wolf, Romy

Zechengeister

iFuB

240 S., broschiert

14,80 €

 

 

Ende des 19. Jahrhunderts geht im Ruhrgebiet Seltsames vor sich: Reihenweise fallen Menschen der „Narrenkrankheit“ zum Opfer, einem todesähnlichen Schlaf, aus dem sie nicht wieder erwachen. Die Angst ist in der Zechensiedlung allgegenwärtig, munkelt man doch, der Teufel gehe um. Der junge Bergmann Micha muss seit dem Tod seines Vaters für den Lebensunterhalt der Familie sorgen. Für dummes Gerede und Aberglauben an eine übernatürliche Welt hat er keine Zeit. Dabei kann ausgerechnet seine zwölfjährige Schwester Neni Geister sehen, und die Geschwister sind die Einzigen, die die Narrenkrankheit aufhalten könnten.

 

Vor allem die Atmosphäre und die Charaktere können in diesem Roman überzeugen.

Die Idee ist interessant und verbindet eine Mischung aus Historischem Roman und Fantasy. Dies ist auch gut in der Geschichte umgesetzt.

Der Schauplatz ist das Ruhrgebiet und eben dies wird durch die Atmosphäre wirklich lebendig dargestellt. Man kann sich vieles sehr gut vorstellen, es entsteht sozusagen Kopfkino - und das ist immer gut.

Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und man freundet sich innerlich sofort mit ihnen an. Sie sind authentisch und handeln auch so.

Diese besondere Mischung mit dem historischen Hintergrund und der Fantasy dazwischen ist gut abgewogen - das eine klaut dem anderen nicht den Platz.

 

Fazit: Interessante Idee und gut umgesetzt!

 

 

9 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

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