Ziegler, Deborah

Die Welt ist ein schöner Ort

Goldmann Verlag

448 S., gebunden

22,00 €

 

 

Am Silvesterabend des Jahres 2013 wird die 29-jährige Brittany Maynard wegen unerträglicher Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Kurz darauf erfährt sie, dass ein Hirntumor in ihrem Kopf wütet und sie nur noch wenige Monate zu leben hat. Für Brittany steht fest: Sie wird nicht warten, bis der Tumor sie ihres Wesens beraubt und ihr ein qualvolles Ende bereitet. Sie ist entschlossen, gegen das bestehende Gesetz in Kalifornien den Zeitpunkt ihres Todes selbst zu bestimmen. Es beginnt ein zäher Kampf, doch sie findet einen Weg: Elf Monate nach der Diagnose nimmt sie ein tödliches Medikament zu sich und stirbt in Oregon, umringt von Familie und Freunden.

 

In einem sehr berührenden und ergreifenden Schreibstil berichtet Brittany's Mutter von dem Weg ihrer Tochter in den Tod. Was sich zunächst einmal schrecklich anhört - und zweifelsohne auch ist - ist gleichzeitig auch unglaublicher Mut und der Kampf und Einsatz für ein würdevolles Sterben, das leider viel zu selten möglich ist.
Es ist schockierend über das Leben der jungen Frau zu lesen und über die Symptome, die Anfälle auf ihrem Weg in den Tod. Andererseits ist es auch ergreifend und ein Beispiel für die Politik und viele Länder, warum Brittany gekämpft hat.
Das ist und wird auch die Kernaussage bleiben - es muss möglich sein, in einem solchen oder ähnlichen Fällen, über seinen eigenen Tod entscheiden zu können. Es ist kein schönes Thema, das soll es auch gar nicht sein - aber es ist wichtig. Denn auch die eigene Familie möchte dem Kind nicht unbedingt dabeizusehen, wie sich ein Tumor weiterentwickelt und wie es dann unter Qualen sterben muss. Es ist viel schöner, mit einem Medikament im Kreise seiner Liebsten einschlafen zu können.
Gleichzeitig zeigt das auch die Gefahren eines solchen Medikaments auf und verkündet, dass es klare, neue Gesetze geben muss.

 

Fazit:

Einerseits schockierend, andererseits beispielslos und stark: Der Kampf einer jungen Frau für einen würdevollen Tod.

 

 

 

 

8 von 10 Punkte

 

 

 

 

 

 

 

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